Gault&Millau 2026: Die PreisträgerInnen

Martin Reischauer

Verdiente Haubenträger:innen, strahlende Sieger:innen und spannende Trends

Die kulinarische Landkarte Österreichs wird Jahr für Jahr neu gezeichnet – und der Gault&Millau Restaurantguide 2026 setzt dabei nicht nur qualitative, sondern auch gesellschaftlich relevante Markierungen. In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten strahlen die Leistungen der ausgezeichneten Betriebe umso heller. Der neue Guide ist nicht nur ein Kompass für Genießer:innen, sondern auch ein Zeugnis für Haltung, Nachhaltigkeit und Innovation.

(c) Günter Standl

Thomas Dorfer erobert mit dem Landhaus Bacher die fünfte Haube

Es war eine Frage der Zeit – jetzt ist es offiziell: Das Landhaus Bacher in Mautern steigt mit 19 Punkten in den exklusiven Kreis der Fünf-Hauben-Betriebe auf. Thomas Dorfer, bereits 2009 Koch des Jahres, steht für eine Küche, die Klassik souverän mit globalen Einflüssen verbindet. Seine Menüs sind ebenso raffiniert wie zugänglich, sein Betrieb ein Vorzeigemodell für Ausbildung und Gastlichkeit.


(c) Jürgen Schmücking

Koch des Jahres 2026: Vitus Winkler

Im “Käruterreich” in St. Veit im Pongau verschmilzt Vitus Winkler alpine Bodenhaftung mit kreativer Leichtigkeit. Seine Gerichte sind Naturwanderungen in mehreren Gängen, seine Küche eine Hommage an die Vielfalt regionaler Zutaten. Als Präsident der Jeunes Restaurateurs steht er für eine Generation, die Verantwortung, Authentizität und Weltoffenheit verbindet.


(c) Jürgen Schmücking

Patissière des Jahres 2026: Julia Knoll

Julia Knoll verleiht der Patisserie im “Bruderherz Fine Dine” in Tirol emotionale Tiefe und visuelle Eleganz. Ihre Desserts sind keine Spielerei, sondern hochkomplexe Geschmackskompositionen, die berühren und überraschen. Mit ihrem Handwerk beweist sie, dass Patisserie zur narrativen Kraft der Küche gehört.


(c) Jürgen Schmücking

Sommelier des Jahres 2026: René Kollegger

René Kollegger ist viel mehr als ein Experte für Wein: Er ist Gastgeber, Vermittler und Erzähler. Im “Pfarrhof” bei Harald Irka begeistert er mit feinem Gespür, internationalem Wissen und menschlicher Nähe. Seine Leidenschaft teilt er auch in seinem Podcast „Einfach trinken“ und als Mentor in der Sommelierausbildung.


(c) Steffan Strasser

Newcomerin des Jahres 2026: Lisa Morent

Lisa Morent steht exemplarisch für die neue junge Kraft in der österreichischen Gastronomie. In ihrem frisch renovierten “s’Morent” im Tannheimer Tal zelebriert sie regionale Zutaten mit Finesse, Kreativität und Respekt. Ihr Zugang ist frisch, bewusst und zukunftsorientiert – ihre Auszeichnung mehr als verdient.


(c) Alexander Heil

Weinkarte des Jahres 2026: Alpenstern Damüls

Eine Weinkarte, die Kennerherzen höher schlagen lässt: Mit mehr als 2.000 Positionen und beeindruckender Tiefe bei Rieslingen, Burgundern und überraschenden Schätzen aus der Neuen Welt bietet der Alpenstern in Damüls ein vinophiles Gesamterlebnis auf internationalem Niveau.


(c) Stefan Fuhrer

Weinkarte des Jahres 2026 mit Österreich-Schwerpunkt: Restaurant Eckel, Wien

Das traditionsreiche Restaurant Eckel verbindet Wiener Gastkultur mit einer Weinkarte, die die Vielfalt Österreichs in ihrer Tiefe abbildet. Über 400 Positionen, feinsinnige Glasauswahl und ein klarer Fokus auf heimische Regionen machen diese Karte zur Essenz einer genussvollen Identität.


(c) Helge Kirchberger

Service Award 2026: Gloria Conti

Gloria Conti ist eine Servicepersönlichkeit im besten Sinne: aufmerksam, souverän, herzlich. Im Hangar-7 setzt sie Standards für moderne Gastfreundschaft. Ihre Bewegungen sind elegant, ihr Wissen fundiert, ihr Umgang mit Gästen stets auf Augenhöhe – so geht Service 2026.


(c) Zum fröhlichen Arbeiter

Wirtshaus des Jahres 2026: Zum fröhlichen Arbeiter, Apetlon

Ein Ort mit Seele: Das burgenländische Wirtshaus verbindet Geschichte, Heimat und ehrliche Küche. Hannes Tschida zelebriert regionale Klassiker mit Kreativität und Herzblut. Die Weinkarte mit über 1.000 Positionen rundet das Erlebnis ab.


(c) Gelbmanns Gaststube

Wiener Wirtshaus des Jahres 2026: Gelbmanns Gaststube

Seit über 150 Jahren ein Garant für Wiener Wirtshauskultur. Gelbmanns Gaststube in Ottakring beweist, dass Tradition und Innovation kein Widerspruch sind. Klassische Gerichte, eingespieltes Team und ein stimmungsvoller Gastgarten machen das Lokal zur Institution.


(c) Julia Nimke

Hotel des Jahres 2026: Post am See, Traunkirchen

Mit Blick auf den Traunstein und einem Rooftop-SPA, das Entspannung neu definiert: Die “Post am See” kombiniert kluge Architektur, nachhaltige Konzepte und kulinarische Vielfalt. Lukas Nagls “Bootshaus” komplettiert das Erlebnis auf höchstem Niveau.


(c) Philipp Rathmer

Gault&Millau Ambassador des Jahres 2026: Tim Mälzer

Er polarisiert und begeistert: Tim Mälzer wird für sein Engagement als Kulinarikvermittler ausgezeichnet. Er bringt Essen und Menschen zusammen, vermittelt Werte und zeigt, dass Authentizität wichtiger ist als Attitüde. Ein Koch mit Haltung.


(c) Matthias Aschauer

Lebenswerk: Karl Jan Kolarik

Kaum jemand hat die Wiener Gastronomie so prägend gestaltet wie Karl Jan Kolarik. Unter seiner Leitung wurde das Schweizerhaus zur Legende. Mit Wiener Schmäh und unternehmerischem Gespür formte er einen Ort, an dem Genuss und Gemeinschaft zuhause sind.


(c) Marus Philipp

Barkeeper des Jahres 2026: Marcus Philipp

Marcus Philipp, Fixstern der Wiener Barszene, begeistert mit Expertise, Charme und Gastgeberqualitäten. In der Eden Bar mixt er nicht nur Drinks, sondern schafft Atmosphäre. International ausgezeichnet, bleibt er in Wien verwurzelt.


Bierkarte des Jahres 2026: Herzog’s Bierbotschaft

Ein Zentrum der steirischen Braukultur: Herzog’s Bierbotschaft vereint kreative Biervielfalt mit gehobener Gasthauskultur. Die hauseigenen Linien „Klassik“, „Exquisit“ und „Ambassador“ zeigen, wie facettenreich Biergenuss heute sein kann.


Gault&Millau Südtirol – Restaurants und Hotels 2026

Südtirol steht für moderne alpine Küche, regionale Tiefe und nachhaltige Exzellenz. Peter Girtler wird als Koch des Jahres, Pramol Alto als Newcomer und das OLM Nature Escape als Hotel des Jahres ausgezeichnet.


Gault&Millau Alm- und Hüttenguide Tirol 2026

Die Grawandhütte im Zemmgrund bei Mayrhofen wird zur Almhütte des Jahres 2026 gekürt. Sie vereint bodenständige Qualität, herzliche Gastfreundschaft und alpine Aromen auf höchstem Niveau.


Gault&Millau Weinguide 2026

Mit dem neuen 100-Punkte-System differenziert Gault&Millau feiner im Spitzenbereich. Mehr als 100 Weine erreichen 95 Punkte oder mehr.

  • Wein des Jahres: Prieler Blaufränkisch Ried Goldberg 2022
  • Alternativer Wein des Jahres: Jaunegg, Jardin d’herbes 2023
  • Newcomer: Weingut Löffler-Winklhofer
  • Sekt des Jahres: Malat Blanc de Blancs Große Reserve 2016

Gault&Millau Hotelguide Österreich 2026

Der sechste Hotelguide zeigt die Renaissance der heimischen Hotellerie. Ganzheitliche Erlebnisse, Regionalität und architektonischer Anspruch dominieren.

  • Hotel des Jahres: Post am See, Traunkirchen
  • Ambiente des Jahres: Boutiquehotel Rattenberg
  • Neueröffnung des Jahres: stieg’nhaus
  • Familienhotel des Jahres: Dachsteinkönig, Gosau
  • Gourmethotel des Jahres: Sonnenhof Tannheimer Tal
  • Longevity- & Wellnesshotel des Jahres: Höflehner, Haus
  • Grünes Hotel des Jahres: Bio Hotel Holzleiten, Obsteig