Koch des Jahres 2026

Angelika Kraft

Vitus Winkler © Gault&Millau/Jürgen Schmücking

Vitus Winkler sorgt seit Jahren für kulinarische Momente, die weit über den Tellerrand hinausreichen. Jetzt wurde der Pongauer Küchenchef von Gault&Millau zum „Österreichischen Koch des Jahres 2026“ gekürt – eine Auszeichnung, die seine außergewöhnliche Handschrift zwischen Naturverbundenheit, Handwerk und Innovation würdigt.

Ein weiterer Meilenstein in der Karriere von Vitus Winkler: Nach zwei Sternen im Guide Michelin wurde der kochende Patron des „Genießerhotels Sonnhof“ vom Gault&Millau mit dem begehrten Titel „Österreichs Koch des Jahres 2026“ ausgezeichnet – und bestätigt damit, was Fans seiner Küche längst wussten: Winkler gilt als einer der spannendsten Köche des Landes, nicht nur wegen seiner Kreativität am Herd, sondern auch aufgrund seiner klaren Haltung zur Kulinarik.

In seinem Gourmetrestaurant, dem „Kräuterreich“, zeigt er, wie sich alpine Wurzeln und zeitgemäße Leichtigkeit in einem Menü auf Augenhöhe begegnen können. Die Tester bringen es auf den Punkt: Winkler gelingt die Balance zwischen Bodenständigkeit und Avantgarde, zwischen Tradition und Zukunft. Seine Gerichte wirken nie effekthascherisch, sondern sind präzise Kompositionen mit Tiefe, die Geschichten über Landschaft, Produkte und Menschen erzählen. Gäste erleben bei ihm nicht bloß ein Dinner, sondern eine Wanderung durch das Salzburger Land – vom „Dorf“ über „Wiesen und Wälder“ bis hin zum „Gipfel“.

Wir haben den „Koch des Jahres“ zum Kurz-Interview gebeten.

© Jörg Lehmann

Auf den Punkt

Persönliche Fragen – ehrliche Antworten.

Was ist das Erste, das Sie morgens machen?
Ich schaue auf die Uhr und frage mich, ob es wirklich schon so spät ist.

Was empfinden Sie als größten Luxus in Ihrem Leben?
Zeit mit meiner Frau und meinen Kindern zu verbringen – egal, ob am Berg beim Wandern, Skifahren oder beim Fußballspielen mit den Kindern.

Wie entspannen Sie am besten nach einem anstrengenden Arbeitstag?
Mit Musik.

Ihr allerliebster Zeitvertreib?
Skifahren – leider komme ich viel zu selten dazu.

Ihre absolute Leibspeise – und ein Gericht, mit dem man Sie verjagen kann?
Ich liebe Tafelspitz bei uns im Wirtshaus, ein Klassiker, der für mich einfach Heimat bedeutet. Kutteln hingegen sind so gar nicht meins.

Was ist Ihr wertvollster Besitz – und woher haben Sie ihn?
Mein Herz, Gott sei Dank von Geburt an… 🙂

Ihr Lieblingswort?
„Großartig“ – es sagt einfach alles aus.

Ihre Stärken und Schwächen?
Meine größte Stärke ist mein Durchhaltevermögen, meine größte Schwäche ist die Ungeduld.

Welche Fähigkeit hätten Sie gerne?
Singen.

Welches Lied hat Sie zuletzt tief berührt?
„Hall of Fame“ von The Script. Es erinnert mich daran, dass alles möglich ist, wenn man wirklich an sich glaubt.

Was würden Sie Ihrem jüngeren Ich gerne ins Ohr flüstern?
Kauf dir ein leistbares Grundstück an deinem Lieblingsplatz.

Ihr Lebensmotto?
Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum. Bei der Vereinigung „ Jeunes Restaurateurs“ (JRE) teilen wir dieses Lebensmotto und das verbindet uns ungemein. Wunderbar zum Ausdruck kommt dies auch in unserem ersten, gemeinsamen Kochbuch „Signatures“.

Genießerhotel Sonnhof © Jan Burau

Genießerhotel Sonnhof
Kirchweg 2
5621 St. Veit im Pongau
Tel.: 06415 43 23
www.sonnhof-vituswinkler.at