Neue Dessert-Ära in Sölden

Angelika Kraft

© Das Central/Rudi Wyhlidal

Er ist erst 24 Jahre alt – und schon dreifach „Patissier des Jahres 2025“. Jakob Szedonja zählt zu den spannendsten jungen Talenten des Landes. Nun zieht der Wiener ins Fünf-Sterne-Hotel „Das Central“ in Sölden und verleiht der Patisserie dort eine Handschrift, die man sich merkt.

Wenn ein junger Patissier gleich drei renommierte Auszeichnungen in einem Jahr erhält – von Rolling Pin, Gault&Millau und dem Schlemmer Atlas –, dann ist das mehr als nur ein Karriere-Meilenstein. Es ist ein Signal. Ein Hinweis darauf, dass hier jemand an der Spitze einer neuen Generation steht, die die österreichische Dessertkunst neu denkt. Einer von ihnen: Jakob Szedonja.

Der gebürtige Wiener begann seine Laufbahn im Hotel Imperial und entdeckte früh seine Leidenschaft für die Patisserie. Was folgte, liest sich wie eine Weltreise durch die Spitzenküche: Stationen bei Tim Raue in Berlin, bei Verve by Sven in der Schweiz, im Hotel Sacher und zuletzt als Chef-Patissier im Wiener Restaurant Apron. Überall hinterließ er Spuren – mit einer Handschrift, die präzise ist, mutig und zugleich zugänglich.

Nun wechselt Szedonja nach Sölden ins Fünf-Sterne-Hotel Das Central. Dort trifft er auf ein Küchenteam, das unter der Leitung von Sternekoch Stefan Speiser längst über die Region hinaus bekannt ist. Ein Umfeld, das dem jungen Patissier Szedonja Raum für Kreativität gibt.

Wir haben den „Patissier des Jahres“ zum Kurzinterview gebeten.

© Das Central/Rudi Wyhlidal

Auf den Punkt

Persönliche Fragen – ehrliche Antworten.

Was ist das Erste, das Sie morgens machen?
Einen Kaffee auf der Terrasse trinken.

Wie entspannen Sie am besten nach einem anstrengenden Arbeitstag?
Gerne mit einer guten Serie oder einem Film. Dazu ein feines Abendessen mit einem Glas Wein und der nächste Tag kann kommen.

Ihr liebster Zeitvertreib?
Verschiedene Restaurants besuchen und ausprobieren. Das geht natürlich nur an freien Tagen.

Ihre absolute Leibspeise – und ein Gericht, das Sie gar nicht mögen?
Mein absolutes Lieblingsgericht ist ein richtig gutes Backhendl mit Erdäpfel-Vogerlsalat – am liebsten in der Steiermark, wo ich auch familiäre Wurzeln habe. Womit man mich dagegen jagen kann, sind Innereien – damit kann ich einfach nichts anfangen.

Ihre größte Stärke?
Meine größte Stärke ist, dass ich sehr organisiert arbeite und auch bei mehreren Projekten gleichzeitig den Überblick behalte. Struktur und klare Abläufe helfen mir, effizient zu arbeiten und gute Ergebnisse zu erzielen.

Welches Buch hat Sie zuletzt tief berührt?
Ganz klar: „Durch Mauern gehen“ von Marina Abramovic. Eine großartig geschriebene Autobiografie. In ihrem Leben hatte es Abramovic nicht leicht und wie sie mit ihren Themen die Therapie in der Kunst findet, ist analytisch sehr interessant.

Was würden Sie Ihrem jüngeren Ich gerne ins Ohr flüstern?
Ganz klassisch: Glaub an dich selbst!

Ihr Lebensmotto?
Trust the process.

© Das Central/Rudi Wyhlidal

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