Alles Bio im „Collina am Berg“

Katharina Thalhammer

Tono Soravia verwendet in seinem Restaurant „Collina am Berg“ am Wiener Spittelberg nur regionale Bioprodukte. Und erfindet gekonnt eine bewundernswerte Balance zwischen Tradition und Innovation.

Eigentlich ist das Collina am Berg das schönste Restaurant in der wärmeren Jahreszeit. Vor allem dann, wenn das Wetter mitspielt und sich die Gäste an Tischen in den offenen Wintergärten in der Spittelberggasse versammeln können. Ein schöneres Plätzchen zum Plaudern, Essen und Trinken lässt sich in der österreichischen Hauptstadt nicht so schnell finden.

Dementsprechend aufgeregt sehnen die Gäste des Collin am Berg die Sommersaison herbei. Bis es so weit ist, dürfte nicht mehr allzu viel Zeit vergehen. Glücklicherweise lässt es sich auch im großen, dunkel getäfelten Raum im Jagdhausstil des modernen, aber doch traditionellen Restaurants sehr gut aushalten. Die Gäste sitzen eng beisammen. Es geht gesellig zu. Auf den Tisch kommen sehr gute Weine, und in der offenen Küche, die in der Mitte des Gästeraums einen prominenten Platz gefunden hat, werden die Gerichte frisch zubereitet. Im Moment sind das Focaccia mit Blutwurst, Wasabi und Crème fraîche, Nudelsuppe, Melanzani mit Tamarinde, Kokos und schwarzem Reis, Tullner Schweinebauch mit Ofenkraut und Polenta sowie Zitronentarte.

Von Focaccia bis Milchreis

„Die Karte ist von meinen zahlreichen Reisen und langen Auslandsaufenthalten sowie von meiner großen Liebe zu Österreich, der Natur und der Landwirtschaft inspiriert. Im ‚Collina am Berg‘ gibt es alles, was das kulinarische Herz begehrt – und in der Großstadt vielleicht schon zu lange vermisst wurde“, so Besitzer und Koch Tono Soravia, der aus einer Jägerfamilie stammt. Viele haben seine außergewöhnlichen Kreationen schon auf seinem Instagram-Kanal gesehen.

Auch darüber hinaus hat sich Soravia gemeinsam mit Küchenchef Martin Feichtinger und Betriebsleiter Kenny Pajaziti für seine Gäste ein besonderes Frühlingsmenü ausgedacht. Um 65 Euro pro Person gibt’s herrliche Focaccia mit Ziegenkäse, Bärlauch und Radicchio, gebeizte Seeforelle mit Edlingers Spargel aus dem Marchfeld, Bio-Frühlingslamm aus Kitzbühel als Ganzes mit Couscous, Roscoff-Zwiebeln sowie Milchreis mit Rhabarber und weißer Schokolade. Und ab Mai drehen sich seine kreativen Menüs auch ums Rehwild.

Impressionen

(c) Collina am Berg