Neueröffnung: Isabella Funk eröffnet den „Richardhof“ in Gumpoldskirchen

Lisi Brandlmaier

Eingebettet zwischen den sanften Hügeln des Weingebiets Gumpoldskirchen, liegt der Richardhof. Ein Gasthaus, eine Oase des kulinarischen Genusses, die perfekte Location, um der Stadt zu entfliehen und die Kulinarik-Seele baumeln zu lassen.

Mit der Übernahme dieses traditionsreichen Hauses erfüllen sich Isabella und Michael Funk einen lang gehegten Lebenstraum. Bekannt sind die beiden bereits durch ihre anderen erfolgreichen Restaurants bzw. Lokale in Wien, das „Chattanooga“ im ersten Bezirk und das „Wiener Stadtbräu“. Und da aller guten Dinge bekanntlich drei sind, sind die beiden jetzt um eine Top-Adresse reicher. Im Interview verriet uns Isabella Funk, wie sie in die Gastronomie kam und warum das neue Lokal „Richardhof“ so besonders ist.

Obwohl der Richardhof in erster Linie für seine kulinarischen Höhepunkte bekannt ist, haben wir noch so viel mehr zu bieten. Das Anwesen beherbergt auch einen Golfplatz und einen Reitstall, die zwar nicht direkt zu unserem Restaurantbetrieb gehören, jedoch perfekt in das Gesamtbild der entspannten, gehobenen Freizeitgestaltung passen, die wir fördern möchten.

Isabella Funk

Sie betreiben das überaus erfolgreiche Lokal in der Wiener Innenstadt „Chattanooga“ – wie sind Sie in die Gastro-Branche gerutscht?

Ich bin quasi in die Gastro hineingeboren. Mein Vater war ein sehr erfolgreicher Gastronom und nach meiner Ausbildung auf der Modul-Uni und einem Studium in Paris hat er mir das Lokal, das Chattanooga, übergeben. Das war vor etwa 10 Jahren. Ich mache Menschen gerne glücklich und das kann man in der Gastronomie auch ganz gut. (lacht)

Wie kam die Übernahme des Richardhof?

Ich habe schon länger nach einer spannenden Herausforderung gesucht. 600 Sitzplätze im Chattanooga am Graben sind schon echt heftig. Wenn ich also sage, dass ich nach einer Herausforderung suche, dann meine ich das auch so (lacht). Im letzten Sommer wurde mir der Richardhof angeboten und da ich schon immer eine Art Boutique-Hotel, Hochzeitslocation und Gastronomie am Land haben wollte, hab ich sofort zugeschlagen. Und wir sind sogar vorzeitig mit den Renovierungsarbeiten fertig geworden, sodass wir früher als geplant aufsperren konnten.

Das ist eine Seltenheit, gratuliere! Was ist das Spannende an diesem Projekt?

Das mit Abstand Spannendste ist sicherlich die Tatsache, dass es hier seit 8 Jahren keine Gastronomie mehr gab. Das heißt, dass wir neben der Renovierung und Eröffnung im Grunde wieder eine Location mit Food and Drinks anbieten und das nach so langer Zeit. Der Vorteil – der Richardhof ist nicht weit entfernt von Wien und dennoch weit genug weg, um aus der Stadt zu flüchten. Außerdem, soviel kann ich bereits verraten, sind 12 Zimmer in Planung. Die werden renoviert  und hoffentlich bald für unsere Gäste geöffnet.

Wie schwierig war es, die „Einheimischen“ für sich zu gewinnen?

Eigentlich gar nicht. Wir hatten von Oktober bis Dezember ein Pop up im Richardhof. Wir haben das Lokal so wie es war aufgemacht und bespielt. Dadurch konnten wir im Grunde schauen, wie es läuft, was wir ändern müssen, was umzubauen ist, worauf wir achten müssen und so weiter. Auch bei der Speisekarte haben wir herumprobiert. Und das Ergebnis: Ihr glaub nicht, wie gut die Veganer Speisen ankamen. Generell waren die Gäste von unserer Küche sehr begeistert.

Apropos Küche, was sind denn so die Highlights auf der Karte?
Bei den Vorspeisen ist es ohne Zweifel das vegetarische Umami-Tartar (13 Euro) und die Fischsuppe aus Süßwasserfischen (16 Euro). Bei den Hauptspeisen konzentrieren wir uns auf klassische österreichische Gerichte mit einem modernen Twist. Backhendl (24 Euro), gekochtes Schulterscherzerl (25 Euro) und ein Wildbutterschnitzerl (27 Euro) dürfen daher wohl auf keinen Fall fehlen.
Außerdem haben wir eine „Wandererkarte“. Die Region ist wunderschön und viele Spaziergeher und Wanderer kommen bei uns vorbei. Hier servieren wir etwa „getrüffelte Wildpilze auf knusprigem Sauerteigbrot“ (10 Euro), eine saure Wurst (11 Euro) und ein saures Rindfleisch (13 Euro) sowie ein gratiniertes Selchfleischbrot (10 Euro). Und die „hausgemachten Mohnnudel“ (12 Euro) oder die Schwarzbeernocken (9 Euro) sollte man unbedingt probieren.

Auch das Design im Richardhof ist besonders…
Die Ausstattung ist natürlich in die Jahre gekommen und das haben wri versucht zu renovieren und auch zu modernisieren. Außerdem greifen wir das Reiterthema auf, da wir ja einen Reitstall nebenan haben. Ich wollte in die Richtung englischer Landhausstil mit Pastelltönen und kleinen Eyecatchern arbeiten, ohne aber dabei den Richardhof zu viel zu verändern. Und frei nach dem Motto Schuster bleib bei deinen Leisten, habe ich mir hier großartige Unterstützung von dem Innenarchitektur-Büro Derenko geholt. Ich finde, es ist wirklich wunderbar gelungen. Besonders stolz bin ich auf die Trendfarbe „Salbei“, die man häufiger finden wird bei uns. Total „instagrammable“! (lacht)

Und ich habe gehört, für Kurzentschlossene gibt es noch Plätze für die Spontanhochzeit?
Ja, genau. (lacht) Ab April kann man bei uns auch Hochzeiten feiern. Wir haben bereits einige Buchungen, für den Sommer und den Herbst. Aber spontane Hochzeiten wären noch machbar. (lacht)

Die wichtigsten Infos im Überblick:
Adresse:
Richardhof 248, 2352 Gumpoldskirchen
Öffnungszeiten: Donnerstag bis Samstag von 12 bis 22 Uhr – durchgehend warme Küche! Sonntags gibt es einen Brunch von 10 bis 15 Uhr.
Kontakt: servus@richardhof.at
Website: www.richardhof-gastwirtschaft.at