Achtung: Feuer!

Felicitas Call

Tarte Flambee, Flammkuchen oder Feuerfleck - jede Nation hat ihre eigenen Fladenbrote entwickelt. © Pixabay

Schnell, heiß, köstlich! Der Feuerfleck stiehlt der Pizza langsam die Show. Kein Wunder, der belegte Teigfladen ist simpel und vielseitig. Aber wer hätte gedacht, dass der Feuerfleck eine österreichische Spezialität ist?

So entstand der Feuerfleck

Der Feuerfleck ist eine uralte burgenländische Köstlichkeit. Er entstand in einer Zeit, als in jedem Haushalt das tägliche Brot noch selbst gebacken wurde. Dabei wurde Sauerteig angesetzt und mit einem bestimmten Anteil von Weizenmehl und Roggenmehl vermengt. Danach wurde ein Laib geformt, welcher im Simperl (geflochtene Strohform) zum Bäcker getragen wurde. Der Bäcker schob den Brotlaib in den Backofen und die Dorfbewohner holten sich ihr fertiges Brot am Nachmittag wieder ab. Beim Formen des Brotlaibs fielen immer Teigreste ab. Diese wurden dünn ausgewalkt, auf eine heiße Herdplatte gelegt und kurz gebacken. Anschließend wurde der Teig mit etwas Schmalz bestrichen, mit einer Knoblauchzehe eingerieben, gesalzen und eingerollt – Fertig! Auch in Niederösterreich kennt man den Feuerfleck. Bis heute wird er auf Bauernmärkten verkauft und am besten frisch verspeist.

Fladenbrote weltweit

Der Feuerfleck ist eine uralte burgenländische Traditionsspeise und entstand im Zuge der Resteverwertung. Doch aufgrund ihrer einfachen Herstellbarkeit haben sich weltweit zahlreiche Fladenbrot-Spezialitäten entwickelt. Zum einheimischen Feuerflecken gesellen sich die mexikanischen Tortillas (aus Maismehl), die indischen Chapattis (aus Weizenmehl) oder das arabische Lawasch (aus Weizenmehl). In Frankreich heißen sie Tarte Flambée, in Deutschland Flammkuchen – so kennt jede Nation einen Pizza-ähnlichen Teigfladen, der beispielsweise mit Sauerrahm und Speck serviert wird.

Läuft Ihnen schon das Wasser im Mund zusammen? Dann ab zu Family & Friends. Dort gibt es nämlich Feuerflecken in vier verschiedenen Varianten: ob mit Pastrami und Coleslaw, mit Räucherlachs oder mediterran mit getrockneten Tomaten – hier kommt jeder auf seine Kosten.

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