Verkostet: Die orientalischen Datteln von Pali Delights

Lauren Seywald

Ein orientalischer Genuss – die Medjoul Datteln von Pali Delights © Pali Delights / Hayrunnisa

Sie sind die Delikatesse aus dem Orient, ein kulinarischer Alleskönner und ein Superfood. Datteln sind in aller Munde, daher gibt es auch reichlich von ihnen am Markt. Gastro.News hat für Sie herausgefunden, worauf es bei Datteln ankommt und hat sich in der Dattelboutique Pali Delights durchgekostet.

Der Horizont flimmert in der Hitze. Eine Sanddüne nach der anderen erhebt sich unter dem hellblauen Himmel. Hier findet man nur wenig Leben. Aber es gibt sie, die hartgesottenen Überlebenskünstler, die in der Wüste existieren können. Dazu zählt die Dattelpalme, ein zähes Geschöpf von Pflanze, die mit wenig Wasser und hohen Temperaturen wunderbar zurechtkommt. Um gedeihen zu können, sucht sie sich die wenigen Oasen, die ein wenig Feuchtigkeit abgeben. Es ist ein Wunder der Natur, dass an der Dattelpalme unter solchen Witterungsumständen süße, saftige Früchte wachsen, von denen sich die anderen Überlebenskünstler wiederum ernähren.

Die Geschichte der Dattel

Zu diesen Überlebenskünstlern zählen auch die Beduinen. Ein Wüstenvolk, das als Nomaden durch die Sahra und den israelischen Negev zieht. Datteln zählen für sie zum essentiellen Reiseproviant, da sie auch nach langen Reisen durch die Wüste genießbar bleiben. In den saftigen Früchten sind wertvolle Mineralstoffe, Ballaststoffe und Vitamine enthalten, die nach den Strapazen den Beduinen neue Kraft geben. Deshalb heißen die Datteln im arabischen Raum auch „Brot der Wüste“.

Im Orient gehört die Dattel bereits seit Jahrtausenden zum Grundnahrungsmittel. In Mitteleuropa entsteht der Hype rund um das neuentdeckte Superfood erst. Damit die Nachfrage auch gedeckt ist, hat Duran Serttas seine eigene Dattelboutique in Wien gegründet. Er wuchs mit der orientalischen Delikatesse auf und wollte sie in bester Qualität auch den Wienerinnen und Wienern anbieten. Die Pandemie war der Startschuss, um die Idee endlich zu verwirklichen. So hatte Serttas Zeit, seinen Online-Shop Pali Delightsund ein halbes Jahr später seine Boutique in der Margaretenstraße 97 aufzubauen.

Von der Dattelpalme zu Pali Delights

Für Duran Serttas ist es wichtig, dass nur hochwertige und natürliche Datteln in seinen Shop kommen. Dafür arbeitet er mit befreundeten Bauern aus Palästina und Saudi Arabien zusammen. Beim Anbau kommen weder Chemikalien noch andere künstliche Zusätze auf die Dattelpalmen. Braucht es auch nicht, das Palmengewächs weiß, wie man überlebt. Nur ein Mal im Jahr können die Dattel-Bauern ihre Ernte einfahren, und zwar zwischen September und Dezember.

Die saftigen Früchte kommen frisch von der Palme in den Pali-Delights-Shop. Gut, einen Zwischenstopp machen sie noch in der Tiefkühltruhe, damit beim Transport nach Europa die Qualität erhalten bliebt. Aber frischer bekommt man die Datteln bei uns nicht. Wer es nicht glaubt, sollte im Supermarkt auf das Datum der Ernte oder das Ablaufdatum schauen. Sind die Datteln nur noch zwei Monate haltbar, ist klar, die liegen schon länger. Denn die exotischen Früchte können gekühlt ein Jahr durchhalten, weiß der Dattelprofi Serttas.

Anders als im Supermarkt sind die Datteln bei Pali Delights auch nicht in Glukose gebadet worden. Der zusätzliche Zuckerüberzug soll extra haltbar machen, mindert aber die Natürlichkeit und die Qualität, weiß Duran Serttas.

Ein Reichtum an Geschmäckern

Die vielen Dattelsorten von Pali Delights. © Pali Delights / Hayrunnisa

Dattel ist nicht gleich Dattel. Das zeigt sich nicht nur in der Qualität, sondern auch im Geschmack und dem Aussehen. Über tausend verschiedene Dattelsorten gibt es weltweit, in Europa kennt man aber nur an die zwanzig. Bei Pali Delights findet man fünf ausgewählte Sorten. Sie alle unterscheiden sich in Form, Farbe, Süße und Konsistenz. Die beliebtesten und geschmackvollsten sind die Medjoul Datteln. Sie zählen zu den größten Datteln (sind etwa einen Daumen lang), haben eine feine Haut, sind richtig saftig und innen cremig-weich. Als würde man in ein Karamell-Toffee beißen, nur viel gesünder.

Auch sehr beliebt sind die Ajwa und Sukkari Datteln. Die kleine, fast schwarze Ajwa-Sorte ist etwas fester und weniger süß. Ihre Qualität erkennt man an den feinen, weißen Strichen auf der Dattelhaut. Die Sukkari-Sorte erinnert an Baklava, so saftig-süß schmeckt sie. Deshalb dienen Datteln im arabischen Raum oft als Zuckerersatz für Tee oder Kaffee. Die Wüstenfrüchte eignen sich aber auch hervorragend für Kuchen, Smoothies oder fürs Schoko-Fondue.

Wer sich von der Vielfalt der Dattelfrucht überzeugen möchte, der kann sich im Pali Delights durchprobieren. Die Auswahl gibt es dann im halben oder ganzen Kilo zum Mitnehmen.

Pali Delights
Adresse: Margaretenstraße 97/2, 1050 Wien
Telefon: +43 1 37 50 122
Online-Shop: Pali Delights

Das Dattelparadies im 5. Bezirk. © Lauren Seywald